Berichte zu den Deutschen Meisterschaften



DM für Bögen ohne Visier des DBSV am 27./28.08.2011 in Berlin




Am Freitag, den 26. August sind Birgit und Claus um 14Uhr losgefahren nach Berlin. Claus nimmt dort zusammen mit 136 anderen Schützen an der DM für Bögen ohne Visier teil. Die Anreise wurde zur 4,5 stündigen Hitzeschlacht mit Stau. Hotel aufsuchen, essen gehen und ab zu Bett.
Am Samstag konnten beide entspannt zu Fuß zum Stadion gehen, denn das Hotel war nur 600m entfernt. Ab 12Uhr konnte man sich anmelden und die Startnummer entgegen nehmen. Um 13Uhr begann das Einschießen auf 50m, ab 14Uhr dann die Wertungspfeile.
Die DM wurde mit der deutschen Nationalhymne eröffnet. Bei heute kühlem Wetter hatte Claus einen tollen ersten Durchgang, den er mit 305 Ringen (pers.Bestleistung) auf dem ersten Platz beendete. Nach einer kleinen Pause sollte der 2. Durchgang auf die 40m beginnen, leider fing es aber auch heftig an zu regnen. Schnell waren die Schützen naß bis auf die Knochen. Der aufkommende Wind machte es nicht einfacher. Am Ende des ersten Tages belegte Claus mit 608 Ringen den 3.Platz in der Gesamtwertung. Jetzt nur noch ins Hotel, die nassen Klamotten aus und aufwärmen. Abends waren Claus und Birgit noch mit Günter Radtke, ebenfalls ein Schütze aus Schleswig-Holstein, zum Essen verabredet.
Am Sonntag ging es deutlich früher los. Heute waren die 30m + 20m dran. Von 9Uhr bis 9:45Uhr war das Einschießen und ab 10Uhr begannen die Wertungspfeile. Der Sonntag hatte wettertechnisch alles geboten. Von anfänglich praller Sonne genau von vorne, über bewölkten Himmel im Wechsel mit Sonne und schließlich auch noch kleinere Schauer. Während der 2 spannenden Durchgänge ließ sich Claus den 3. Platz bis zum letzten Pfeil nicht mehr nehmen. Er beendete seine erste Deutsche Meisterschaft mit einem persönlichen Rekord von 1244 Ringen, was mit der Bronze-Medaille belohnt wurde. Müde und voller neuer Eindrücke ging es nach der Siegerehrung auf den Heimweg.




Ergebnisliste hier


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DM Bogen Feld in Pfreimd vom 30.-31. Juli 2011




Henrik Hornung, Birgit Speit und Phil Henrik Block, die Teilnehmer aus Schleswig-Holstein

Freitag Morgen 2 Uhr. Andre Beate Birgit und Sara starten nach Pfreimd. Alle waren noch sehr müde, aber es lagen 750 km vor uns und wir wollten so früh wie möglich da sein. Nach guten 9 Stunden hatten wir unser Ziel erreicht. Birgit wollte sich als erstes das Turniergelände ansehen. Am Veranstaltungsort trafen wir auf Henrik und sein Betreuerteam. Die anderen Schleswig-Holsteiner waren noch nicht da. Nach der langen Autofahrt hatten alle das Bedürfnis nach ein wenig Bewegung und da kam der ausgewiesene Besucherweg gerade recht. Wie bereits jetzt zu erkennen war, sollten das spannende Wettkämpfe werden.
Am Samstag Morgen fuhren Andre und Birgit zum Wettkampf. Birgit sollte zu erst die unbekannten Entfernungen schießen. Das Einschießen wurde frühzeitig um 08:15h beendet und um 09:10h ging es in den Parcoure. Gleich die erste Scheibe hatte es in sich, ca. 43 m über eine Senke hinweg. Auch die weiteren Scheiben waren abwechslungsreich. Bis ca. zur Hälfte des Durchgangs führte Birgit ihre Gruppe an, dann hatte sie einen kleinen Durchhänger und konnte bis zum Ende des Wettkampfs nicht mehr aufholen. Das Wetter war leider nicht so gut. Mittags fing es an zu regnen und die Temperaturen waren mit ca. 13°C nicht wirklich sommerlich. Für die Schützen sicherlich von Vorteil, für die Besucher leider nicht so schön. Birgit beendete den ersten Turniertag mit 266 Ringen.
Nach einer kurzen Nacht ging es Sonntag früh wieder zum Turnierplatz. Um keine Zeit beim Einschießen zu verlieren, informierte sich Andre schon mal über Platzierung und Startgruppe für den Tag. Heute waren die bekannten Entfernungen dran und laut Karte war die Strecke auch wesentlich länger als am Vortag. Birgit startete an der Scheibe, die mit am weitesten entfernt vom Sammelplatz war. Vor dem Wettkampf noch ein strammer Fußmarsch, das konnte ja heiter werden. Laut Wettervorhersage sollte es den ganzen Tag regnen, aber es blieb zu Glück trocken. Nach der Hälfte der Runde kam Birgits "Lieblingsscheibe". 15m auf Spots mochte sie noch nie und dieses mal auch noch steil bergab. Schon am Vortag hatte Birgit diese Scheibe gesehen und war nicht wirklich glücklich darüber. Demzufolge war dort auch die Ringzahl, vorsichtig ausgesprochen, nicht zufrieden stellend. Trotz der längeren Strecke war Birgit mit ihrer Gruppe schon früher als am Samstag fertig. Birgit hatte hart gekämpft und den Parcour mit 281 Ringen beendet. Es war das drittbeste Ergebnis der Blankbogen Damen an diesem Tag. Als zwei Stunden später endlich die Ergebnislisten aushingen, stand fest, Birgit war auf dem fünften Platz. Einfach super. Auch die beiden anderen Schützen aus Schleswig Holstein, Henrik Hornung und Phil Henrik Block hatten sehr gut geschossen und belegten den ersten und dritten Platz in ihrer Klasse. Wieder einmal ein sehr erfolgreiches Wochenende. Wie schon bei den anderen Deutschen Meisterschaften, trafen sich fast alle Schleswig-Holsteiner abends zum gemeinsamen Essen. Birgit war nach diesem Wochenende doch sehr erschöpft und freute sich auf ein paar Tage Erholung. Auch Andre ging es nicht viel besser. Er hatte das ganze Wochenende im Wald verbracht und war mehrmals den Parcour abgelaufen, da er auch Henrik und Phil zuschauen wollte.
Beate und Sara hatten die zwei Tage überwiegend im Hotelzimmer verbracht, da es dort fast nur geregnet hatte. Auch sie waren froh, dass es vorbei war und freuten sich über Birgits Erfolg. Jetzt konnte der Urlaub beginnen, da die Rückfahrt erst für Donnerstag geplant war.



hier sind Bilder dazu zu finden



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DM Bogen Halle in Dietzenbach vom 04.-06. März 2011




Andre, Carola, Birgit, Fennek, Jochen, Beate und Reinhard


Am Mittwoch, dem 02.03. war letztes Training, bevor Birgit, Beate, Carola und Andre nach Dietzenbach zur Deutschen Meisterschaft Bogen Halle 2011 aufbrachen. Obwohl Birgit und Jochen selbst nicht trainieren sollten, waren sie auch gekommen um noch einiges mit Andre zu besprechen. Birgit hatte gleich eine Hiobsbotschaft für ihn. Sie war krank! Nichts desdotrotz waren wir alle guten Mutes. Sara gab Birgit ein Glücksbändchen als Talisman und Elena hat eine Kiste gepackt mit Treffergummis, Zielwasser (Birgits Lieblingsgetränk) und mehreren Sorten Lakritz. Mit so vielen Glücksbringern und guten Wünschen aller anwesenden Spartenmitgliedern konnte eigentlich nichts schief gehen. Am Donnerstag Morgen trafen sich Carola und Birgit beim Teamchef (Andre) um gemeinsam zu frühstücken, bevor es losgehen sollte. Die Fahrt verlief relativ störungsfrei, bis auf zwei kleine Staus. Wir erreichten Dietzenbach gegen halb vier, so dass Birgit noch ihre Startnummer holen und einen Blick in die Halle werfen konnte. Auf den ersten Blick war zu sehen, dass es doch sehr eng hinter der Schießline, dem Wartebereich der Schützen, war, was eine zusätzlich Belastung für die Schützen bedeutete.
Freitag morgen beim Frühstück war zu merken, dass es Birgit nicht wirklich gut ging. Sie hatte Fieber und der einsetzende Husten war nicht wirklich von Vorteil. Aber sie wollte nicht kampflos aufgeben. Andre begleitete sie zum Einschießen. Carola und Beate wollten etwas später nachkommen. Der nächste Schock kam, als dann Carola und Beate in der Halle ankamen und Birgit nach Fennek fragte. An Beates entsetztem Gesicht war zu erkennen, dass sie ihn vergessen hatte. Beate sauste sofort los um ihn zu holen, zum Glück war das Hotel nicht so weit weg, so dass sie kurz vor den Wertungspfeilen mit Fennek in der Halle ankam. Er wurde auf Birgits Bogentasche platziert und bekam später sogar den Betreuerausweis von Christoph Kreuziger umgehängt. Jetzt konnte eigentlich nichts mehr schiefgehen, oder doch? Andre und Beate hatten im Stillen doch ziemliche Bedenken. Birgit konnte man eindeutig ansehen, dass sie nicht fit war. Es blieb abzuwarten, in wie weit die Krankheit sie geschwächt hatte. Das Einschießen mußte Birgit aus Kraftmangel schon unterbrechen. Carola und Beate saßen bei jedem Schuß von Birgit völlig angespannt hinter ihr und sendeten sämtliche positive Energie zu Birgit. Claus, der zu Hause geblieben war, verfolgte auf bogenfax.de das Turnier und schickte mehrere SMS an Andre mit dem aktuellen Stand. In der Zwischenzeit war auch Familie Kahllund eingetroffen und verfolgten ebenfalls gespannt den Wettkampf. Wie uns Birgit später erzählte, war das ein sehr schönes Bild, die Tribüne hinter den Blankbogen Damen war ganz in der Hand von Schleswig-Holsteiner Betreuern. Der erste Durchgang verlief sehr gut. Birgit schoss 270 Ringe mit einem Vorsprung von 15 Ringen auf die Zweitplatzierte. Das sah ja schon nicht schlecht aus. Hoffentlich konnte sie das Pensum durchhalten. In der zweiten Runde hielten Andre, Carola und Beate noch einmal die Luft an. Birgit hatte „nur“ eine 23 geschossen. War jetzt der Zeitpunkt gekommen, wo Birgit keine Kraft mehr hatte? In der nächsten Passe bewies uns Birgit, was für eine immense Willenskraft sie hat. Alle drei Pfeile in der 10. Alle atmeten erleichtert auf.
Vor der letzten Passe war klar, dass Birgit gewonnen hatte. Wenn sie jetzt mehr als 17 Ringe schießt, war sie nicht nur Deutsche Meisterin, sondern erneut Rekordhalterin. Nach dem letzten Pfeil war es dann amtlich, Gold mit 537 Ringen, persönliche Bestleistung und deutscher Rekord! Birgit konnte sich nicht mehr zurückhalten und fiel Andre heulend in die Arme. Und auch bei Carola und Beate liefen die Tränen, als sie Birgit gratulierten. Nach der Siegerehrung musste Birgit erst einmal ins Hotel und sich ausruhen. Sie war völlig erschöpft, was war das für eine enorme Willensleistung!! Einfach Super ....
Später trafen wir uns wieder alle in der Halle. Es fanden ja noch weitere Wettkämpfe an diesem Tag statt, wo auch Schützen aus Schleswig- Holstein beteiligt waren. Abends trafen wir uns in einem Lokal zum Essen und klönen. Andre hatte vorsorglich einen Tisch bestellt und so hatten wir auch genügend Platz. Auch den nächsten Tag verbrachten wir in der Halle. Morgens sollte Florian Kahllund und Hendrik Hornung schießen. Besonders Florian galt unsere Aufmerksamkeit, da er ebenfalls für den Kreis Rendsburg-Eckernförde schießt. Florian landete am Ende auf dem 6. Platz und schoß mit 571 Ringen ebenfalls persönliche Bestleistung. Florian hatte dabei noch Pech,denn der vierte bis sechste Platz waren ringgleich. Gegen Nachmittag kamen auch Jochen und Reinhard an und wir verfolgten noch alle ein spannendes Finalschießen der Recurve Herren und Damen.
Jochen sollte am Sonntag schießen, für 8 Uhr war Bogenkontrolle und Einschießen angesetzt. Wir trafen uns alle zum Frühstücken. Jochen wirkte ganz cool und wollte in Ruhe zu Ende frühstücken, obwohl es schon kurz nach halb acht war und es auch noch ca. 15 Minuten zu Fuß zur Halle war. Die drei Mädels, Birgit, Carola und Beate wollten erst kurz vor neun in der Halle sein. Andre machte sich schon mit Reinhard und Jochen auf den Weg. Jochen wirkte immer noch gelassen und es schien so, als ob der „Fanclub“ auf der Tribüne nervöser war, als der Schütze selbst. Schon nach den ersten Passe meldete sich Claus per SMS bei Birgit. Auch diesen Wettkampf verfolgte er unter bogenfax.de. Ziemlich schnell war klar, dass Jochen an der Spitze mitschoss. Natürlich wurde auch hier fleißig mitgefiebert. Birgit und Reinhard sagten die Schießergebnisse per Fernglas an und Carola und Beate schickten wieder positive Energie. Jochen wirkte völlig konzentriert, aber als er zweimal hintereinander eine 30 geschossen hatte, konnte er sich ein leichtes Grinsen nicht verkneifen.
Am Ende des ersten Durchgangs lag Jochen auf dem zweiten Platz mit zwei Ringen Differenz zum Ersten. Der „Fanclub“ wurde immer nervöser, konnte Jochen die Leistung auch im zweiten Durchgang beibehalten? Schon nach den ersten Passen kristalisierte sich ein spannender Wettkampf der ersten vier Plätze heraus. Interessanterweise standen auch alle vier Schützen fast nebeneinander, sodass alle Ergebnisse leicht zu verfolgen war. Zwei Passen vor Schluß lagen bei den Betreuern die Nerven blank. Jochen lieferte sich einen spannenden Kampf um den zweiten Platz. Unglücklicherweise schoss er in der letzten Passe eine 8, so dass er den Wettkampf mit 571 Ringen beendete. Damit hatte er persönliche Bestleistung geschossen und die Bronzemedaille gewonnen. Alle waren erleichtert und Andre sichtlich stolz auf die Leistung von Jochen. Birgits Fazit von diesem Turnier: „Ich schieße lieber selbst, als dass ich mir so einen Krimi ansehe.“ Auch Jochen war hinterher erleichtert, dass es vorbei war. So ein Turnier ist doch ziemlich anstrengend, auch wenn man gesund ist. Für unsere Sparte war dieses Wochenende sehr erfolgreich. Zwei Teilnehmer sind angetreten und am Ende gab es eine Goldmedaille mit deutschem Rekord und eine Bronzemedaille und beide Ergebnisse waren persönliche Bestleistungen.
Wir sind mächtig stolz auf Birgit und Jochen.



alle Ergebnisse hier


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DM Fita im Freien am 22.08.2010 in Burg auf Fehmarn



Jochen Haats (vorne) mit "Fan-Club" nach seinem 25. Platz bei seiner 1.DM



DM Feldbogen am 31.07.-01.08.2010 in Magstadt (Baden-Würtemberg)




Bereits am 30. Juli brachen wir auf, um Birgit zur Deutschen Meisterschaft im Feldbogen zu begleiten. Sara, Beate und Andre bildeten den Fan-Club bei Birgits zweiter Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft im Sportjahr 2010. Es ging knapp 800 km nach Süden. Ziel war Magstadt, eine kleine Stadt bei Stuttgart in Baden-Württemberg.

Der Samstag begann sehr früh. Frühstück war schon um 06:00h, da Birgit schon um 07:00h am Veranstaltungsort sein musste. Nach Startnummervergabe und Bogenkontrolle konnte sie sich erstmal in Ruhe einschießen. Nach der offiziellen Eröffnung begaben sich die Schützen in das Gelände zu den Scheiben. Es waren 48 Scheiben im Gelände verteilt und je 4 Schützen starteten an der zugeteilten Scheibe. Birgit startete an der Scheibe 43. Am 1. Tag musste sie die so genannte Jagdrunde schießen. Diese besteht aus 24 Scheiben, bei denen Pflöcke im Boden stecken, die die Stelle markieren von der aus der Schütze auf das Ziel schießen muss. Die zusätzliche Schwierigkeit hierbei ist, dass die genaue Entfernung vom Schützen geschätzt werden muss. Birgits erste Scheibe lag soweit vom Einschießbereich entfernt, dass sie mit einem Auto dorthin gefahren wurde. Um kurz nach 10:00h ertönte ein Böllerschuss als Startsignal. Ein wirklich anspruchsvoller Parcour musste jetzt von den Schützen bewältigt werden. Es gab Schüsse von mehr als 40m, die sehr steil nach oben geschossen werden mussten und andere in unterschiedlichen Entfernungen nach unten. Dazu kam noch, dass die Schützen zur Trefferaufnahme immer zu den Scheiben hinaufklettern mussten und das mit allem Gepäck. Beim Feldbogenschießen muss der Schütze immer alles mitnehmen, was er zum Schießen benötigt, auch Essen und Trinken.
Von einem Wanderweg aus konnten die Zuschauer viele Scheiben einsehen. Ich habe das Schießen von hier aus beobachten können. Obwohl der Weg nicht ständig rauf und runter ging, war ich am Abend völlig fertig, wie musste es da erst für Birgit sein. Um 17:00h hatte sie ihre letzte Scheibe absolviert und wurde aus dem Parcour gefahren. Nach dem ersten Tag lag sie auf Platz 8. Sie war völlig fertig und konnte sich nur schwer vorstellen noch so einen Tag durch zu stehen.
Am Sonntag beim Frühstück war sie aber schon etwas erholter und wieder frohen Mutes. Sie musste heute die Feldrunde schießen, d.h. an den jeweiligen Scheiben stehen die Entfernungen und das Gelände, in dem die Scheiben standen war auch etwas einfacher. Dadurch war zwar das Schießen nicht einfacher, aber das Gehen von einer Scheibe zur anderen war nicht ganz so anstrengend. Leider nahmen die Temperaturen zu und es wurde zunehmend schwül. Nach etwa der Hälfte der zu schießenden Scheiben konnte man Birgit die Erschöpfung deutlich ansehen. Es fiel ihr immer schwerer, konzentriert zu schießen. Hinzu kam, dass es anfangs nicht so toll lief und sie sich bei einem Schuss nach unten auch noch schmerzhaft angeschossen hatte. Sie sammelte aber noch mal alle Kräfte zusammen und beendete die Runde um 16:00h. Völlig erschöpft und voller neuer Eindrücke und Erkenntnisse beendete sie das Turnier mit 515 Ringen und Platz 8.
    

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Deutsche Meisterschaft Bogen Halle 2010


Donnerstag Morgen 05:15h, der Wecker klingelte bei Birgit. Heute sollte es losgehen. Nachdem sie das 5. Mal den Bogenrucksack kontrolliert hatte, ob auch wirklich alles drin ist, konnte es losgehen. Birgit war für 07:00h mit Andre und Beate zum Frühstücken in Stampe verabredet. Den Termin einzuhalten gestaltete sich aber schwieriger als erwartet, denn das Garagentor war zugefroren und die Straßen sehr glatt; das fing ja gut an! Ca. 08:15h fuhren wir dann los. Kaum auf der Autobahn, wir wollten gerade durchstarten, Stau! Wir waren uns einig, so durfte das Wochenende nicht weitergehen. Nach ca. 30 Minuten Schritttempo erreichten wir aber doch die A7 und nun Vollgas und einiges aufholen. Wir kamen auch ohne weitere Probleme durch und machten unsere erste Pause kurz hinter Kassel. Als wir von der Autobahn abfuhren, konnten wir den Thüringer Wald mit seinen Schlössern und Burgen genießen. 16:15h kamen wir endlich in Bad Blankenburg an. Wir holten schnell unsere Startnummern und dann konnten wir in aller Ruhe unsere Hotelzimmer beziehen. Etwas später kam auch Claus an, der auf anderen Wegen nach Thüringen anreiste. Jetzt war unsere Truppe komplett. Als wir abends im Hotelrestaurant noch gemütlich zusammensaßen, gesellten sich noch Thomas Hartmann (Landesbogenrefernt), Klaus Dannhöfer (Landestrainer) mit Frau, Astrid Haß und Marc Leuschner dazu. Noch waren alle relativ entspannt und es wurde viel gelacht.
Freitag morgen waren wir um 07:00h im Frühstücksraum. Die Nervösität war Birgit deutlich anzusehen. Sie hatte die halbe Nacht nicht geschlafen und das Essen wollte ihr auch nicht so richtig schmecken. Andre wirkte nach außen hin einigermaßen gelassen, ob das auch wirklich so war, wollte er nicht verraten. Nur Beate hatte die Ruhe weg und holte sich noch ein Brötchen und einen Obstsalat, es schmeckte ihr. Um kurz nach 08:00h fuhr Claus uns mit den Bogenrucksäcken bis vor den Eingang der Halle. Hier trennten sich die Wege vom Betreuerteam und den Schützen. In die Halle selbst durften nur die Schützen, denn es war dort recht eng. Nur Fennek durfte als "Betreuer" mit in die Halle und saß während des Wettkampfs auf Birgits Rucksack. Claus und Beate positionierten sich so günstig wie möglich auf den Zuschauertribünen um alles verfolgen zu können. Ausgerüstet mit Fernglas, Fotoapparat und Videokamera wollten sie das Tunier miterleben. Die Nervosität bei Birgit und Andre stieg ständig. Andre hatte Probleme die Startnummer auf Birgits Rücken zu befestigen. Es ist nicht so einfach mit zitternden Händen eine Sicherheitsnadel auf zu machen. Für Birgit wurde so auch der Bogenaufbau zu einer nicht so einfachen Aufgabe. Noch schnell die Bogenkontrolle hinter sich gebracht und die Einschießpassen konnten starten. Bei beiden flog der erste Pfeil in die 10; ein gelungener Start. Jetzt stieg die Anspannung und Nervosität auch beim Betreuerteam stätig an. Es wurde erst einmal alles fotografiert und auch schon ein kleiner Film gedreht. Nach der offiziellen Begrüßung ging es endlich los. Birgit startete mit einer 10,9,8 und Andre mit 10,10,8. Das sah doch sehr gut aus. Claus packte das Wettkampffieber. Für ihn war es das erstes Turnier, was er miterlebte. Er zückte Block und Stift um alles mitzuschreiben. Jetzt konnte sich auch Beate nicht mehr zurückhalten und bewaffnete sich mit dem Fernglas um alles möglichst gut zu erkennen. Jeder Schuß wurde sofort angesagt und Claus rechnete direkt auf das Endergebnis hoch. Als Andre in der 7. Passe eine 17 schoß und auch in der 8. nur eine 21 lagen die Nerven bei Beate und Claus blank. Beate versuchte Blickkontakt zu Andre aufzubauen um ihn zu beruhigen, was auch funktionierte. Danach lief es besser. Birgit war zu diesem Zeitpunkt deutlich entspannter, alles lief gut. Nach dem 1. Durchgang lag Birgit auf Platz 1 und Andre auf Platz 14. Kurz vor der Pause wurde das Betreuerteam von Thomas Hartmann und Klaus Dannhöfer aufgefordert, nichts zu den beiden zu sagen. Leider hatte Birgit durch Zufall einen Blick auf den Monitor geworfen, auf dem die Ergebnisse angezeigt wurden. Somit wußte sie das sie führte, sagte aber auch nichts. Nach 40 Minuten Pause ging es weiter. Bei Birgit lief alles wie geschmiert, nur Andre hatte zwischendurch einen Durchhänger. Claus rechnete hektisch und Beate überlegte, wie sie helfen konnte, aber das ist nicht so einfach. Wenn Birgit zu den Zweien raufschaute, steckten Sie endweder die Köpfe zusammen oder Beate signalisierte "Bleib ruhig, alles läuft gut". Der Hallensprecher gab durch, das der aktuelle deutsche Rekord einer Deutschen Meisterschaft bei den Blankbogen Damen bei 520 Ringen liegt. Claus fing sofort hektisch an zu rechnen und wurde immer lauter. Beate hatte Angst, dass Birgit das hören konnte und bremste Claus. Am Ende der vorletzten Passe hatte Birgit 498 Ringe geschossen. Claus kommentierte: "Den Rekord hat sie, eine 23 schießt sie immer". Noch mal tief durchgeatmet. In der letzten Passe schoß sie eine 29, geschafft. Claus stürmte sofort an die Brüstung um Birgit zuzurufen, das sie Erste ist. Birgit schaute ungläubig und fragte mehrmals nach. Beate liefen die Tränen vor Freude und auch Birgit fing an zu weinen, als ihre Konkurrentinnen ihr gratulierten. Andre hatte davon noch nichts mitbekommen und als Birgit ihm weinend in die Arme fiel, wußte er noch nicht so recht, was los war. In der Zwischenzeit hatten sich Beate und Claus nach unten in die Halle durchgekämpft und mußten erst mal allen gratulieren und Birgit wurde ordendlich geknuddelt. Auch Klaus Dannhöfer und Thomas Hartmann kamen um zu gratulieren und man merkte ihnen die Freude doch deutlich an. Schon wieder eine Deutsche Meisterin aus Schleswig Holstein.
Bei den Blankbogen Damen gewann Birgit mit 527 Ringen, Astrid Haß (SV Rethwisch) wurde Fünfte mit 496 Ringen und Christine Angele (Uetersener Sportgemeinschaft) wurde Zehnte mit 446 Ringen. Bei den Blankbogen Herren wurde Matthias Penzlin (SchV Hamwarde) Vierter mit 531 Ringen und Andre Bock wurde 18ter mit 483 Ringen. Bei den Recurve Junioren B wurde Florian Kahllund mit 550 Ringen Achter und seine Schwester Michaela Kahllund, beide vom SSC Fockbek, bei den Recurve Schülerinnen A Fünfte mit 538 Ringen.




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