Berichte zu den Deutschen Meisterschaften



DM Halle BoV des DBSV in Schwedt am 11.03.2017





Obwohl die DM erst am 11. März um 13 Uhr starten sollte, hatten sich Ulrike, Kai und Heiko entschlossen schon am Freitag anzureisen. Beate hatte sich bereit erklärt als Betreuerin mitzufahren und somit machten sich alle am Freitag Vormittag auf den Weg nach Schwedt.
Nachdem alle im Hotel eingecheckt hatten, war erst einmal „Bein vertreten“ angesagt. Heiko wollt sich unbedingt schon mal die Halle ansehen und somit machten wir uns auf den Weg. Die Halle lag knapp 2 km von unserm Hotel entfernt und war somit gut zu Fuß zu erreichen. Zum Glück war noch jemand vor Ort und die Halle konnte in Augenschein genommen werden.
In der Zwischenzeit war es fast 18 Uhr geworden und alle überkam ein mehr oder weniger leichtes Hungergefühl. Heiko hatte bei der Anreise in der Nähe der Halle ein Steakhouse entdeckt. Für das laibliche Wohl war somit also auch gesorgt. Die Stimmung war gelöst und es wurde beim Essen viel gelacht, was sich beim kurzen Verdauungsspaziergang zurück zum Hotel fortsetzte. In der Zwischenzeit hatte sich Markus, ein befreundeter Schütze aus Bagteheide, per WhatsApp gemeldet, dass er bald zu uns stoßen würde. Markus hatte am Freitag Vormittag bei der DM Halle vom DSB in Hof geschossen und dort einen tollen vierten Platz belegt. Wir trafen uns also alle im Hotelrestaurant um dieses gebührend zu feiern. Markus hatte noch nichts gegessen und griff deshalb beherzt zur Speisekarte, bei Beate, Ulrike und Heiko war noch Platz für einen Nachtisch in Form von Eis und Apfelstrudel nur Kai blieb eisern und ließ den Abend bei einem (bis drei) Absackern ausklingen. Kurz vor zehn hatten alle die nötige Bettschwere und die Runde löste sich auf.
Am nächsten Morgen stellte sich heraus, dass die Tische im Frühstücksraum nicht für 5 Personen ausgelegt waren. Kurzentschlossen holte Kai von einem nicht besetzen Tisch einen Stuhl, Teller und Tasse und es wurde zusammengerückt, damit alle zusammen essen konnten. Nach einem ausgiebigen Frühstück war immer noch reichlich Zeit bis das Turnier starten sollte. Heiko wollte schon in die Halle und die Schützen der Vormittagsrunde beobachten, während sich der Rest der Truppe entschloss, spazieren zu gehen und sich den Ort etwas anzusehen. Beate bat Heiko auf der Tribune schon mal zwei Sitzplätze zu reservieren, damit sie nachher auch alle gut im Blick hatte. Die „Ortsbegehung“ endete mit einem Cafe Besuch mit anschließender „Mittagsruhe“ im Hotel. Also eine optimale Vorbereitung, sozusagen. Kurz nach 13 Uhr erreichten dann auch Beate, Ulrike, Kai und Markus die Halle und die Vorbereitungen nahmen ihren Lauf. Markus hatte sich entschlossen, sich dieses Turnier auch anzusehen und so war Beate nicht ganz alleine auf der Tribune.
Heiko hatte bereits alle auch als Mannschaft gemeldet, was die Medaillenchance erhöhte. Nach der Bogenkontrolle fand erst noch die Siegerehrung von dem Vormittagswettkampf statt, sodass das Einschießen mit einer leichten Verspätung startete. Leider funktionierte die Lüftung nicht richtig und es wurde in der Halle stetig wärmer und der Sauerstoffgehalt wurde gefühlt immer weniger. Während des Einschießens schwitzte Beate bereits Blut und Wasser. Heiko lag mit seinem Trefferbild weit links und Kai schoss einen Pfeil links an der Scheibe vorbei. Nur Ulrike war einigermaßen gut dabei. Als nach der ersten Wertungspasse alle nach vorne gingen zur Trefferaufnahme wurde es bei den Teilnehmer unruhig. Die Schießzettel wurden aufgeregt Richtung Kampfrichter gehalten und es waren viele irritierte Blicke zu sehen. Wie sich herausstellte, waren die Schießzettel noch mit den Namen und Klassenbezeichnungen aus der Vormittagsrunde versehen und das führte doch zu einiger Irritation. Kurzerhand wurden alle gebeten die Angaben selber auf den Zetteln zu ändern und der Wettkampf konnte weitergehen.
Beate beobachtete fast jede Passe. Nachdem Heiko seine Linkslage der Pfeile in den Griff bekommen hatte, stand er voll konzentriert an der Schießlinie und wirkte erstaunlich ruhig. Ulrike und Kai machten ihre Sache ebenfalls gut. Sie setzten sich zwischen den Passen immer wieder auf die bereitgestellten Stühle um die Konzentration zu halten. Kai erzählte nach dem Turnier, dass er während des Schießens voll auf sich fokussiert war und seine Umgebung nicht wirklich wahr genommen hatte. Trotzdem hatten alle immer wieder Ausreißer in der Trefferlage. Beate versuchte von oben mit entsprechend aufmunternden oder beschwichtigenden Gesten zu unterstützen doch es war früh zu erkennen, das in diesem Durchgang keine hohen Ergebnisse zu erwarten waren. Am Ende des ersten Durchgangs lagen Ulrike mit 208 und Heiko mit 241 Ringen auf dem dritten und Kai mit 232 Ringen auf dem 7. Platz.
Nach einer kurzen Pause, die man auch zum Lüften der Halle genutzt hatte, ging es weiter. Ulrike lag in den ersten Passen eher tief, aber nach einem Tip von Markus konnte sie das ändern. Trotzdem war ihr deutlich anzusehen, dass sie mit der zunehmenden Wärme kämpfte. Sie versuchte sich während der Schießpausen mit der Hand etwas kühlere Luft zu zu fächern, aber dies war angesichts der Umgebungstemperatur nicht wirklich ausreichend. Bei Kai war dies ebenfalls zu erkennen, er musste sich häufig den Schweiß von der Stirn wischen.
Beate versuchte ihr Bestes und schoss fast jeden Pfeil mental mit. Ob dies geholfen hat, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, jedenfalls konnten beide den 2. Durchgang mit einem besseren Ergebnis als vorher beenden. Heiko hatte am Anfang des 2. Durchgangs wenig Probleme. Die Wärme schien ihm nicht so viel auszumachen wie den Anderen. Nur gegen Ende brach er etwas ein. Nach einem verrissenen Pfeil, der in der Zwei landete, schoss er in der vorletzten Passe rechts an der Scheibe vorbei. Beate stand das Entsetzen ins Gesicht geschrieben. Wie Heiko später erzählte hatte er im Vollauszug (!) beobachtet, was der Schütze hinter ihm schießt (?) und dabei vollkommen sein eigenes Schießen vergessen. Da konnte auch Beates mentale Unterstützung nicht mehr helfen. Mit diesen beiden verrissenen Schüssen beendete er den 2. Durchgang schlechter als den 1. und wie sich später herausstellte, hatte er damit auch die Bronzemedaille verpasst.
Als das Turnier endlich gegen 19 Uhr zu Ende war, waren alle froh. Ulrike hatte sich den 3. Platz erkämpft und somit die Bronzemedaille gewonnen, Heiko wurde 4. und Kai 5. So eine Deutsche Meisterschaft hat eben doch seine eigene Dynamik und es ist nicht selbstverständlich für einen Schützen, sein Können dort abzurufen. Ein Verbesserungsvorschlag von Beate lautete: für Heiko Scheuklappen zu besorgen und Ulrike wird mit einer Kühlweste ausgestattet.
Für Überraschung sorgte die Mannschaftswertung, hatten doch die drei hier ebenfalls die Bronzemedaille gewonnen.
Bei der Siegerehrung gab es ebenfalls ein kleines Problem. Da die Schießzettel nicht korrekt ausgedruckt werden konnten, gab es auch keine korrekten Urkunden. Es wurde allerdings zugesagt, dass diese nachgereicht werden.
Nach diesem anstrengenden Tag waren alle hungrig und man beschloss noch einmal im Steakhouse von gestern Abend Essen zu gehen. Markus und Christine Kahllund, die ebenfalls mitgeschossen hatte und 2. geworden war, kamen ebenfalls mit. Leider entpuppte sich diese Wahl als nicht so glücklich. An diesem Abend wurde dort ein Frauentanzabend veranstaltet mit entsprechend lauter Musik. Als „Krönung“ trat zum Anfang auch noch ein Animateur auf, der am Ende der Darbietung komplett entkleidet die Tanzfläche verließ. Nach dem Essen verabschiedeten sich Christine und Markus und Beate, Ulrike, Heiko und Kai tranken noch einen Absacker im Hotel bevor alle erschöpft ins Bett gingen. Ausgeruht traten alle am nächsten Morgen die Heimreise an.

Was für ein ereignisreiches und erfolgreiches Wochenende!






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DM Halle am 07. - 09.03.2014 in Winsen / Luhe



Wie schon in den Jahren davor, trafen wir (Beate, Birgit und Andre) uns am Donnerstag Morgen zum Frühstück um anschließend in Ruhe die Anreise zur DM anzutreten. In diesem Jahr war es fast ein „Heimspiel“ und die Fahrzeit war mit ca. 1,5 Std. entsprechend kurz. Aufgrund der schönen Wetterprognose hatten wir auch einen Abstecher nach Lüneburg geplant. Da die Temperaturen doch etwas kühler waren als ursprünglich angesagt, viel die Stadtbesichtigung eher kurz aus.
Kurz nach 15 Uhr waren wir dann auch in der Halle um die Startnummer zu holen und erste „Hallenluft“ zu schnuppern. Ich nahm schon mal meinen Standplatz und die Lichtverhältnisse in Augenschein und danach fuhren wir in unser Hotel. Weil das Wetter jetzt wesentlich besser war als morgens fuhren wir noch an die Elbe um einen kleinen Spaziergang zu machen. Noch war ich ziemlich entspannt. Ich hatte mir vorgenommen, dieses Jahr alles lockerer zu nehmen und keinen Druck aufzubauen, ich wollte einfach Spaß haben.
Auch beim Frühstück am Freitag Morgen war ich entspannt und guter Laune. Als wir dann in der Halle ankamen und es jetzt „ernst“ wurde, stieg der Adrenalinspiegel doch erheblich an. Andre und Birgit saßen hinter mir auf der Tribüne und kurz danach trafen auch Ralf und Wolfgang ein. Der Fanclub war also da, was sollte jetzt noch passieren. Bei den Einschießpassen kam dann doch die Nervosität. Obwohl die Trefferlage stimmte, zitterte die Bogenhand doch sehr und ich musste mich sehr konzentrieren um dagegen an zu kämpfen. Dann die erste Wertungspasse; Der erste Pfeil eine neuen, super. Der zweite Pfeil ein acht, auch sehr gut. Der dritte Pfeil .......ein "M". Mist! Ich hatte die Finger nicht von der Sehne bekommen und der Pfeil war rechts neben der Auflage gelandet. Andre kam sofort zu mir um mich ein wenig zu trösten und mir Mut zuzusprechen. Lieb, aber das brauchte er gar nicht, denn ich blieb ruhig. Ich dachte nur, Pfeil abhaken, ruhig bleiben, du kannst schießen, alles gut. Und tatsächlich lief es auch gut. Ich schoss zwar in den nächsten Passen immer mal einen Pfeil ins Blau, war aber trotzdem sehr zufrieden. Zwischenzeitlich konnte ich auch auf der Tribüne noch weitere befreundete Blankbogenschützinnen und –schützen erkennen. Da Winsen ja nicht so weit weg ist, hatten einige die Gelegenheit genutzt um sich so eine Meisterschaft mal anzusehen. Nach dem ersten Durchgang hatte ich 242 Ringe. Damit war ich sehr zufrieden. In der, mit 20 min relativ kurzen Pause, konnte ich mich ein wenig stärken und und bekam vom Landestrainer auch noch ein kleines „Lunchpaket“ überreicht.
Die erste Passe im zweiten Durchgang war dann leider nicht so gut, nur eine 21. Ich blieb aber ruhig und konnte mich stetig steigern. Danach habe ich auch nur noch „Spanien“ (rot und gelb) geschossen und den zweiten Durchgang mit tollen 249 Ringen beendet. Erstmals nach längerer Zeit hatte ich mich im zweiten Durchgang gesteigert und das bei dem „Druck“ einer DM. Überglücklich meine Leistung gebracht zu haben strahlte ich am Ende des zweiten Durchgangs. Zum Glück hatte ich nicht mitbekommen, wie Andre und Birgit auf der Tribüne mitgerechnet hatten. Es war wohl ziemlich spannend. Als ich von der letzten Trefferaufnahme zurück kam, warteten Birgit und Andre bereits auf mich. Andre hatte von beiden Händen drei Finger erhoben. Aber was sollte mir das sagen? Birgit nahm mich in den Arm und sagte nur, „ du bist Dritte“. Ich konnte es gar nicht glauben und erst als es auf der Anzeigetafel angezeigt wurde, fiel ich Birgit um den Hals und die Freudentränen liefen.
Wow, was für ein Tag. Ich hatte mir vorgenommen, in diesem Jahr mal das zu schießen, was ich auch kann und das habe ich geschafft. Dass dabei auch noch eine Bronzemedaille heraus kam, war das Sahnehäubchen. Hinterher erzählten Andre und Birgit mir, dass der Abstand zur Viertplazierten ziemlich knapp war und sie während der letzten beiden Passen mitgerechnet hatten. Zum Glück habe ich davon nichts mitbekommen.

Beate Bock





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DM Halle am 08. - 10.03.2013 in Kleinostheim



Endlich war Donnerstag und die Reise zur DM nach Kleinostheim sollte losgehen. Wie immer trafen wir uns bei Andre und Beate um vor dem losfahren noch zu frühstücken. Diesmal war nur noch Birgit mit an Bord. Wir waren noch nicht lange auf der Autobahn als im Radio zu hören war: 20 km Stau zwischen Quickborn und Waltershof. Na, das konnte ja heiter werden. Kurz hinter der Raststätte Holmmoor war es dann auch so weit. Wir standen, oder besser gesagt, krochen im Stau. In Höhe Schnelsen löste sich dann alles auf, wir hatten aber schon ca. 1 Stunde verloren. Danach lief alles reibungslos, wir erreichten Kleinostheim kurz vor drei Uhr.
An der Halle trafen wir dann auch Volker und Margret. Da Volker genau wie Beate am Freitag Morgen schießen sollte, wollten sich beide vorher ihre Startnummer holen und sich die Halle mal ansehen. Nachdem alles geklärt war, fuhren wir in unser Hotel. Andre hatte wie immer eine sehr gute Wahl getroffen, das Hotel lag direkt am Main und die Zimmer hatten alle „Wasserblick“. Da wir am nächsten Tag nicht mit dem Auto fahren wollten, liefen wir die Strecke zur Halle einmal ab, um zu sehen wie lange wir für die ca. 1100m brauchen. Das Wetter wurde immer besser und die Temperaturen sollten in den nächsten Tagen noch mehr ansteigen. Nachdem wir noch schnell etwas gegessen hatten gingen wir früh ins Bett. Wir wollten am nächsten Tag schon um 07:15 Uhr in der Halle sein, da das Turnier um 08:00 Uhr begann. Beate war nervös, in den letzten zwei Wochen war es beim Training nicht gut gelaufen. Außerdem war sie dieses Mal ganz alleine, da sie sich als einzige qualifiziert hatte.
Während des Aufbauens am Freitag morgen kam der Landestrainer Harry Mende zu ihr und gab ihr, wie schon im letzten Jahr, ein kleines „Verpflegungsnotfallpaket“. Außerdem überließ er Andre seine Betreuermarke, ohne die kein Nichtschütze den Wettkampfbereich betreten durfte. Beate freute sich sehr darüber. Die Einschießpassen liefen eigentlich ganz gut, aber trotzdem wurde Beate immer unsicherer. Den ersten Durchgang konnte sie noch mit 243 Ringen zu Ende bringen, was ja gar nicht so schlecht war. Im zweiten Durchgang versuchte Birgit immer wieder von der Tribüne aus Beate durch aufmunternde Zeichen aufzubauen und auch Andre versuchte durch direkten Zuspruch noch etwas zu retten, aber es ging nichts mehr. Am Ende wurden es 226 Ringe. Nach einer kurzen Pause standen die Ergebnisse fest, es war der 6. Platz geworden. Beate war darüber sehr erstaunt. Weil sie so überhaupt nicht mit ihrem Schießen zufrieden gewesen war, hatte sie mit einer schlechteren Platzierung gerechnet. Harry kam, um Beate zu gratulieren und dann begann auch schon die Siegerehrung. In der Maingauhalle gibt es eine Bühne und dort fand auch die Siegerehrung statt. Beate erzählte hinterher, dass es schon ein tolles Gefühl war, dort oben zu stehen und den Applaus zu hören. Auch Volker durfte dort oben stehen, er hatte die Bronzemedaille gewonnen. Da die Temperaturen inzwischen schon frühlingshaft waren, entschlossen wir uns gemeinsam mit Volker und Margret Eis essen zu gehen. Abends trafen wir uns dann wieder in einer größeren Gruppe zum Essen und der Tag endete mit netten Gesprächen und viel lachen. Am nächsten Tag wollten wir nicht so spät in der Halle sein, da Florian schießen sollte. Zusammen mit seinen Eltern saßen wir auf der Tribüne und sahen ihm zu. Am Ende gewann auch er die Bronzemedaille. Nachmittags schoss dann noch Marcus, was wir uns natürlich auch ansahen. Zwischendurch genossen wir immer wieder draußen die Sonne und die warmen Temperaturen (immerhin 17°C). Patrick teilte uns per SMS mit, dass es bei uns zu Hause schneite und es schon die ersten Schneeverwehungen gab. Was hatten wir doch für ein Glück. Abends trafen wir uns wieder alle zum Essen.
Sonntag schossen dann noch Ann-Katrin und Bengt-Ole. Auch wir waren wieder in der Halle um uns die zwei anzusehen. Beide waren sehr gut und am Ende landete Ann-Katrin auf dem 3. Platz. Aufregende zweieinhalb Tage Deutsche Meisterschaft waren zu Ende. Da wir erst am Montag nach Hause fahren wollten, hatten wir den Nachmittag Zeit uns ein bißchen die Gegend anzusehen. Wir entschlossen uns, nach Aschaffenburg zu fahren. Das Schloß ist schon beeindruckend und die Innenstadt sehr schön. Leider schlug das Wetter um und es fing an zu regnen. Auch für Kleinostheim wurde die Rückkehr des Winters vorhergesagt und bei dem Gedanken an die Rückfahrt am nächsten Tag wurde uns ein bißchen mulmig zumute. Am Montag war es dann auch deutlich kühler und bedeckt, aber zum Glück trocken. Je weiter wir nach Norden kamen umso weißer wurde die Landschaft. Aber die Autobahn war frei und wir kamen gut durch. Nach 6,5 Stunden waren wir endlich wieder zu Hause.



DM WA im Freien in Olchingen (BY) am 08.09.-08.09.2013


Einziger Teilnehmer unserer Truppe bei diesen deutschen Meisterschaften war Jochen. Am 05.09. startete Jochen mit seinem Vater nach Olchingen, das liegt bei München, wo sie erst nach 11,5 Stunden Autofahrt ankamen.
Während seines Wettkampfes lief bei Jochen nicht alles nach Wunsch. Mit zwei in etwa ausgeglichenen Durchgängen von 305 und 310 Ringen erreichte er 615 Ringe, ein eher durchschnittliches Ergebnis. Mit Platz 24 nach der Qualifikationsrunde qualifizierte sich Jochen aber für das 16tel Finale im Finalschießen. Es war Jochens zweites Finalschießen bei einem bedeutenden Turnier. Ein Jahr zuvor, bei der DM in Hohenhameln schied er in der ersten Runde aus. Dieses Mal lief es besser. Jochen gewann sein Match in der ersten Runde glatt mit 6:0. In der zweiten Runde, dem Achtelfinale, scheiterte er dann aber mit 4:6.
Am Ende belegte Jochen einen tollen 10. Platz.



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DM Bogen ohne Visier des DBSV in Magdeburg am 01.+02.09.2012


Am 31.8.2012 machten wir, Levke (als Betreuer), Henning und Claus, uns auf den Weg zur DM des DBSV nach Magdeburg. Nach 5 stündiger Fahrt erreichten wir unsere Pension, die nur 500 m vom Schießplatz entfernt war. Vorher besichtigten wir noch in der Dämmerung den Ort des Geschehens. Nach einem Schlummertrunk ging es dann auch schon ins Bett.
Am Samstag, den ersten Tag des Wettkampfes konnten wir ausschlafen und gemütlich frühstücken, danach machten wir uns auf den Weg. Das Wetter war trocken mit sonnigen Abschnitten und die Temperaturen waren angenehm frisch.
Nach der Begrüßung, es wurde keine Nationalhymne vor dem Schießen gespielt, begann um 13:00 Uhr das Einschießen, ab 14:10 Uhr wurde dann gezählt. Henning war gem. der Qualifikation Erster, Claus startete als Neunter. Nach dem ersten Tag verließ Claus den Platz als Fünfter mit 600 Ringen, die er auf 50 und 40m geschossen hatte. Henning hatte 580 Ringe in zwei Durchgängen auf 30m erzielt und war damit Erster. Wir waren alle geschafft und nach einem kurzen Besuch des Italieners ging es auch schon ins Bett. Sonntag Morgen wurde um 7 Uhr gefrühstückt und bei bestem Wetter ging es wieder auf den Platz. Im ersten Durchgang des Tages überholte Claus mit 313 Ringen auf 30m seinen Vordermann und erkämpfte sich den 4. Platz, den er auf 20m mit 315 Ringen verteidigte, obwohl er große Schmerzen im Arm hatte. Gesamtergebnis:1.228 Ringe.
Henning war von Beginn an souverän Erster und blieb es auch bis zum Turnierende. Er siegte mit 337 Ringen Vorsprung zum Zweiten. Mit 1.182 Ringen schoß Henning persönliche Bestleistung.
Die Wartezeit bis zur Siegerehrung fiel allen schwer. Nur das Beköstigungszelt lieferte wohltuenden Schutz vor der prallen Sonne. Dann war es endlich soweit und die Siegerehrung begann und jetzt wurde auch die Nationalhymne gespielt. Gegen halb fünf konnten wir uns dann auf den Heimweg machen, nach einem anstrengenden aber schönem Wochende.

Levke





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DM Halle des DSB in Solingen am 16.- 18.03.2012



Am Donnerstag Morgen begann für Beate, Birgit und Andre bereits zum dritten Mal das Abenteuer „Deutsche Meisterschaft“. Dieses Jahr war das Ziel Solingen. Die Anreise verlief ohne Probleme und nach ca. 6 Stunden waren wir am Ziel. Schnell die Hotelzimmer bezogen und dann erst einmal zur Halle um die Startnummern zu holen und die Wettkampfarena zu sondieren.
Auf dem ersten Blick sah alles super aus. Die Halle war recht groß, es gab viel Platz für die Schützen und Betreuer und auch die Lichtverhältnisse stellten kein Problem dar. Nur die Lage der Toiletten war nicht optimal. Es gab nur einen einzigen Ausgang für die Schützen an der Seite der Halle. Die Schützen, die an der gegenüberliegenden Seite standen, mussten immer die komplette Halle durchqueren, die Treppe hoch und wieder ein Stück zurück. Auch war es in Solingen zu dieser Zeit wesentlich wärmer als bei uns (gefühlt mindestens 20 Grad). Frauke und Lea reisten etwas später an. Lea musste erst am Samstag zusammen mir Jochen schießen, der erst am Freitag Nachmittag mit Reinhard anreiste. Frauke und Lea waren extra früher angereist um Birgit und Beate zu unterstützen. Abends trafen wir uns noch mit weiteren Schleswig-Holsteinern zum Essen und ließen den Tag gemütlich ausklingen.
Am Freitag Morgen wurde es dann Ernst für Birgit und Beate. Für Birgit war es ja bereits die 3. Teilnahme und so wußte sie zumindestens wie „der Hase läuft“. Trotzdem war sie nervös. Für Beate war es die 1. Teilnahme. Zwar hatte sie bei den 2 Hallenmeisterschaften der letzten Jahre Tunierluft als Betreuer geschnuppert, aber selber unten an der Schießlinie stehen, das war neu für sie. Andre durfte als Betreuer mit in den unteren Hallenbereich, was für die Zwei doch sehr beruhigend war. Kurz bevor das Einschießen begann kam Harry Mende zu uns und überreichte jedem von uns ein „Care-Paket“. Darin war Mulitvitaminsaft, Schokolade, Müsli-Riegel und Bonbons. Eine sehr nette Idee. Beim Einschießen lagen bei Birgit und Beate die Nerven mehr oder weniger blank. Beate zitterten die Beine und die Hände und Birgit wollte schon nach dem Einschießen aufhören, wie sie uns hinterher verraten hatte. Durch Verletzung und private Probleme verlief die Vorbereitung nicht optimal. Aber sie bewies echte sportliche Stärke und schoss das Turnier zu Ende, wenn auch mit einem für sie unterirdischem Ergebnis. Beate bekam im Laufe des Turniers ihre Nerven langsam in den Griff. Das Ergebnis des ersten Durchgangs lag allerdings unter ihren Möglichkeiten. Armer Andre, er saß hinter seinen Mädels und konnte nichts weiter tun als Streicheleinheiten und aufmunternde Worte zu verteilen. Im zweiten Durchgang konnte Beate ihre Schießleistung steigern und lag am Ende mit 468 auf dem fünften Platz, nur einen Ring hinter der Viertplatzierten. Für sie war das eine tolle Leistung und sie war froh und glücklich, als es vorbei war. Während des ganzen Turniers saßen Frauke und Lea hinter ihnen auf der Tribüne und beobachteten das Geschehen. Frauke hatte extra reichlich Obst mitgebracht um sie mit den nötigen Vitaminen zu versorgen, was Beate und Birgit auch dankend angenommen haben. Nach der Siegerehrung trafen dann auch Jochen und Reinhard ein. Da das Wetter immer noch für uns Norddeutsche sommerlich warm war, trafen wir uns mit Margret und Volker Sieber auf dem Marktplatz zum Eis essen. Abends gesellte sich dann noch Familie Kahllund zu uns. Florian sollte ebenfalls Samstag Morgen schießen.
Am nächsten Morgen stand Andre schon früh mit seinen Schützlingen Lea und Jochen auf, da das Einschießen für die beiden schon um acht Uhr begann. Beate und Birgit konnten ein bischen länger schlafen, da sie erst zu Beginn des Wettkampfes anwesend sein wollten. Beate war aber beim Frühstück unruhig, da sie immer an Lea denken musste. Für sie war es ebenfalls die erste Deutsche Meisterschaft und sie konnte sich gut vorstellen, wie sie sich fühlte. Als zusätzliche mentale Unterstützung war Leas Familie fast vollständig angereist. Alle waren mit Vereinsshirts ausgerüstet, sodass sie auf der Tribüne leicht zu erkennen waren. Birgit und Beate gesellten sich zu Reinhard, der hinter Jochens Scheibe auf der Tribüne saß. Jochen wirkte souverän und ruhig. Die Einschießpassen waren gut gelaufen und Jochen fühlte sich sicher. Auch für Lea lief das Einschießen im Großen und Ganzen gut, sie mußte nur ihre Visiereinstellung ein bischen korrigieren. Leider hatte der Veranstalter vergessen das komplette Licht an zu schalten, was aber nach der ersten Einschießpasse nachgeholt wurde. Als die Wertungspfeile begannen, beobachteten Birgit, Beate und Reinhard ausgestattet mit Ferngläsern ihre „Schützlinge“. Die jeweiligen Ergebnisse wurden mitgeschrieben und auch Florian Kahllund wurde nicht vergessen. Andre lief zwischen den Betreuerteams hin und her um sich immer wieder auszutauschen. Nach dem ersten Durchgang lag Jochen mit tollen 281 Ringen auf dem 8. Platz und Lea mit 251 Ringen auf dem 17. Platz. In der Pause wurde Lea von ihrer Familie versorgt und Beate und Birgit kamen um mental zu unterstützen. Lea hatte sich bis jetzt gut geschlagen. Allerdings war es an diesem Tag wesentlich kühler in der Halle und Lea hatte sich etwas zu dünn angezogen. Kurzerhand wurde ihr Vater losgeschickt, aus dem Hotelzimmer etwas zum unterziehen zu besorgen. In der zweiten Runde schoss Jochen wieder sehr souverän und konnte sich im zweiten Durchgang sogar noch auf 284 Ringe steigern, eine wirklich tolle Leistung. Auch Lea wurde immer sicherer und steigerte sich im zweiten Durchgang auf 268 Ringe. Am Ende hatte Jochen mal wieder seine Turnierstärke bewiesen und beendete das Turnier mit persönlicher Bestleistung von 565 Ringen womit er auf dem 6. Platz landete. Lea schoss am Ende tolle 519 Ringe und lag damit auf dem 15. Patz. Eine super Leistung für Lea. Abends trafen wir uns wieder mit Fam. Kahllund um Florians Goldmedaille zu feiern. Birgit war richtig neidisch, da die Medaille im Olympiajahr besonders schön ist. Sie versuchte mehrmals Florian davon zu überzeugen, ihr die Medaille leihweise zu überlassen, worauf er sich leider nicht einließ.
Am Sonntag sahen wir uns noch den Wettkampf von Volker Sieber an. Wir saßen zusammen mit Margret auf der Tribüne, wofür sie dankbar war. Volker lieferte sich einen spannenden Wettkampf mit seinen Konkurrenten. Am Ende hatte er sich noch die Bronzemedaille erkämpft.
Ein Fazit dieser Meisterschaft: Für alle die auf der Tribüne mitgefiebert haben, sind solche Turniere wesentlich nervenaufreibender als für die Schützen die unten an der Schießlinie stehen. Auch die sportlichen Erfolge können sich sehen lassen. In diesem Jahr gab es für unseren Verein zwar keine Medaillien, aber einen 5., 6., 8. und 15. Platz. In Anbetracht des hohen Leistungsniveaus bei diesen Meisterschaften eine durchaus respektable Leistung. Auch die beiden Meisterschaftsneulinge Lea und Beate haben Blut geleckt und wollen bei der nächsten Hallenmeisterschaft wieder dabei sein.




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DM Halle des DBSV in Dessau am 03.03.2012



2 Schützen unserer Sparte hatten sich zur Deutschen Meisterschaft Halle des DBSV qualifiziert, Claus Buchholtz, Blankbogen Ü45 und Henning Greve, Blankbogen U12.
Die Anreise nach Dessau-Roßlau (Sachsen Anhalt) erfolgte schon am Freitag. Beide Schützen wollten sich vor dem Wettkampf noch die Halle angucken. Weil es Hennings erste Deutsche Meisterschaft war, war er natürlich besonders aufgeregt. Man schießt auch nicht jeden Tag in einer Halle zusammen mit über 130 Schützen, das ist schon beeindruckend. Für Claus deutete sich ein schwerer Wettkampf an, er war schon seit über einer Woche durch einen Infekt geschwächt. Nach einer angenehmen Nacht in einer kleinen Pension und einem netten Frühstück ging es dann in die Wettkampfhalle.
Als die Wettkampfvorbereitungen in der Halle begannen, zeichnete sich ein unerwartetes Problem ab. Die Halle war nicht breit genug, sodass die Betreuer auf der Tribüne Platz nehmen mussten. Im Aufenthaltsbereich der Schützen hinter der Schießline war es schlicht zu eng. Für die Erwachsenen Schützen stellte das sicher kein Problem dar, die jungen Schützen sind es aber gewohnt, dass ein Elternteil in direkter Nähe ist.
Das Turnier wurde mit der Nationalhymne eröffnet. Das Einschießen verlief für Henning unter diesen Bedingungen enttäuschend. Auch Claus hatte Probleme ins Turnier zu kommen. Beide konnten dann aber mit 28 bzw. 29 Ringen eine vielversprechende erste Wertungspasse schießen. Für Henning wurde es aber noch mal schwieriger, weil ein junges Mädchen, die auf die Nachbarscheibe schoss, anfing zu heulen. Sie kam nicht damit zurecht, dass ihr Betreuer auf der Tribüne saß und das heulen wurde immer hysterischer. Nach fünf Passen hatten die Kampfrichter ein Einsehen mit den übrigen Schützen und nahmen sie aus dem Wettkampf. Jetzt verlief das Turnier für Henning ruhiger und am Ende des ersten Durchgangs hatte er 236 Ringe geschossen, nicht super toll aber auch nicht schlecht. Claus erreichte nach dem ersten Durchgang 248 Ringe, auch ein Ergebnis, bei dem noch fast alles möglich war. Im zweiten Durchgang ließ Claus, durch den Virus geschwächt, etwas nach und schoss 238 Ringe. Mit insgesamt 486 Ringen erreichte er am Ende den fünften Rang. Henning konnte sich im zweiten Durchgang, der frei von Störungen verlief, steigern. Er schoss mit 254 Ringen einen sehr guten Durchgang und gewann mit insgesamt 490 Ringen die Goldmedaille in der Klasse Blankbogen U12.
Unter diesen Bedingungen sein bisher zweitbestes Ergebnis überhaupt zu schießen ist eine tolle Leistung, super Henning!!
Zur Siegerehrung wurde nochmals die Nationalhymne gespielt und neben Goldmedaille und Urkunde gab es noch eine „Wundertüte“


   
               Claus Buchholtz, 5. Platz                           Henning Greve, stolzer Sieger

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DM für Bögen ohne Visier des DBSV am 27./28.08.2011 in Berlin



   

Am Freitag, den 26. August sind Birgit und Claus um 14Uhr losgefahren nach Berlin. Claus nimmt dort zusammen mit 136 anderen Schützen an der DM für Bögen ohne Visier teil. Die Anreise wurde zur 4,5 stündigen Hitzeschlacht mit Stau. Hotel aufsuchen, essen gehen und ab zu Bett.
Am Samstag konnten beide entspannt zu Fuß zum Stadion gehen, denn das Hotel war nur 600m entfernt. Ab 12Uhr konnte man sich anmelden und die Startnummer entgegen nehmen. Um 13Uhr begann das Einschießen auf 50m, ab 14Uhr dann die Wertungspfeile.
Die DM wurde mit der deutschen Nationalhymne eröffnet. Bei heute kühlem Wetter hatte Claus einen tollen ersten Durchgang, den er mit 305 Ringen (pers.Bestleistung) auf dem ersten Platz beendete. Nach einer kleinen Pause sollte der 2. Durchgang auf die 40m beginnen, leider fing es aber auch heftig an zu regnen. Schnell waren die Schützen naß bis auf die Knochen. Der aufkommende Wind machte es nicht einfacher. Am Ende des ersten Tages belegte Claus mit 608 Ringen den 3.Platz in der Gesamtwertung. Jetzt nur noch ins Hotel, die nassen Klamotten aus und aufwärmen. Abends waren Claus und Birgit noch mit Günter Radtke, ebenfalls ein Schütze aus Schleswig-Holstein, zum Essen verabredet.
Am Sonntag ging es deutlich früher los. Heute waren die 30m + 20m dran. Von 9Uhr bis 9:45Uhr war das Einschießen und ab 10Uhr begannen die Wertungspfeile. Der Sonntag hatte wettertechnisch alles geboten. Von anfänglich praller Sonne genau von vorne, über bewölkten Himmel im Wechsel mit Sonne und schließlich auch noch kleinere Schauer. Während der 2 spannenden Durchgänge ließ sich Claus den 3. Platz bis zum letzten Pfeil nicht mehr nehmen. Er beendete seine erste Deutsche Meisterschaft mit einem persönlichen Rekord von 1244 Ringen, was mit der Bronze-Medaille belohnt wurde. Müde und voller neuer Eindrücke ging es nach der Siegerehrung auf den Heimweg.


   

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DM Bogen Feld in Pfreimd vom 30.-31. Juli 2011



   
Henrik Hornung, Birgit Speit und Phil Henrik Block, die Teilnehmer aus Schleswig-Holstein

Freitag Morgen 2 Uhr. Andre Beate Birgit und Sara starten nach Pfreimd. Alle waren noch sehr müde, aber es lagen 750 km vor uns und wir wollten so früh wie möglich da sein. Nach guten 9 Stunden hatten wir unser Ziel erreicht. Birgit wollte sich als erstes das Turniergelände ansehen. Am Veranstaltungsort trafen wir auf Henrik und sein Betreuerteam. Die anderen Schleswig-Holsteiner waren noch nicht da. Nach der langen Autofahrt hatten alle das Bedürfnis nach ein wenig Bewegung und da kam der ausgewiesene Besucherweg gerade recht. Wie bereits jetzt zu erkennen war, sollten das spannende Wettkämpfe werden.
Am Samstag Morgen fuhren Andre und Birgit zum Wettkampf. Birgit sollte zu erst die unbekannten Entfernungen schießen. Das Einschießen wurde frühzeitig um 08:15h beendet und um 09:10h ging es in den Parcoure. Gleich die erste Scheibe hatte es in sich, ca. 43 m über eine Senke hinweg. Auch die weiteren Scheiben waren abwechslungsreich. Bis ca. zur Hälfte des Durchgangs führte Birgit ihre Gruppe an, dann hatte sie einen kleinen Durchhänger und konnte bis zum Ende des Wettkampfs nicht mehr aufholen. Das Wetter war leider nicht so gut. Mittags fing es an zu regnen und die Temperaturen waren mit ca. 13°C nicht wirklich sommerlich. Für die Schützen sicherlich von Vorteil, für die Besucher leider nicht so schön. Birgit beendete den ersten Turniertag mit 266 Ringen.
Nach einer kurzen Nacht ging es Sonntag früh wieder zum Turnierplatz. Um keine Zeit beim Einschießen zu verlieren, informierte sich Andre schon mal über Platzierung und Startgruppe für den Tag. Heute waren die bekannten Entfernungen dran und laut Karte war die Strecke auch wesentlich länger als am Vortag. Birgit startete an der Scheibe, die mit am weitesten entfernt vom Sammelplatz war. Vor dem Wettkampf noch ein strammer Fußmarsch, das konnte ja heiter werden. Laut Wettervorhersage sollte es den ganzen Tag regnen, aber es blieb zu Glück trocken. Nach der Hälfte der Runde kam Birgits "Lieblingsscheibe". 15m auf Spots mochte sie noch nie und dieses mal auch noch steil bergab. Schon am Vortag hatte Birgit diese Scheibe gesehen und war nicht wirklich glücklich darüber. Demzufolge war dort auch die Ringzahl, vorsichtig ausgesprochen, nicht zufrieden stellend. Trotz der längeren Strecke war Birgit mit ihrer Gruppe schon früher als am Samstag fertig. Birgit hatte hart gekämpft und den Parcour mit 281 Ringen beendet. Es war das drittbeste Ergebnis der Blankbogen Damen an diesem Tag. Als zwei Stunden später endlich die Ergebnislisten aushingen, stand fest, Birgit war auf dem fünften Platz. Einfach super. Auch die beiden anderen Schützen aus Schleswig Holstein, Henrik Hornung und Phil Henrik Block hatten sehr gut geschossen und belegten den ersten und dritten Platz in ihrer Klasse. Wieder einmal ein sehr erfolgreiches Wochenende. Wie schon bei den anderen Deutschen Meisterschaften, trafen sich fast alle Schleswig-Holsteiner abends zum gemeinsamen Essen. Birgit war nach diesem Wochenende doch sehr erschöpft und freute sich auf ein paar Tage Erholung. Auch Andre ging es nicht viel besser. Er hatte das ganze Wochenende im Wald verbracht und war mehrmals den Parcour abgelaufen, da er auch Henrik und Phil zuschauen wollte.
Beate und Sara hatten die zwei Tage überwiegend im Hotelzimmer verbracht, da es dort fast nur geregnet hatte. Auch sie waren froh, dass es vorbei war und freuten sich über Birgits Erfolg. Jetzt konnte der Urlaub beginnen, da die Rückfahrt erst für Donnerstag geplant war.



hier sind Bilder dazu zu finden



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DM Bogen Halle in Dietzenbach vom 04.-06. März 2011



   
Andre, Carola, Birgit, Fennek, Jochen, Beate und Reinhard


Am Mittwoch, dem 02.03. war letztes Training, bevor Birgit, Beate, Carola und Andre nach Dietzenbach zur Deutschen Meisterschaft Bogen Halle 2011 aufbrachen. Obwohl Birgit und Jochen selbst nicht trainieren sollten, waren sie auch gekommen um noch einiges mit Andre zu besprechen. Birgit hatte gleich eine Hiobsbotschaft für ihn. Sie war krank! Nichts desdotrotz waren wir alle guten Mutes. Sara gab Birgit ein Glücksbändchen als Talisman und Elena hat eine Kiste gepackt mit Treffergummis, Zielwasser (Birgits Lieblingsgetränk) und mehreren Sorten Lakritz. Mit so vielen Glücksbringern und guten Wünschen aller anwesenden Spartenmitgliedern konnte eigentlich nichts schief gehen. Am Donnerstag Morgen trafen sich Carola und Birgit beim Teamchef (Andre) um gemeinsam zu frühstücken, bevor es losgehen sollte. Die Fahrt verlief relativ störungsfrei, bis auf zwei kleine Staus. Wir erreichten Dietzenbach gegen halb vier, so dass Birgit noch ihre Startnummer holen und einen Blick in die Halle werfen konnte. Auf den ersten Blick war zu sehen, dass es doch sehr eng hinter der Schießline, dem Wartebereich der Schützen, war, was eine zusätzlich Belastung für die Schützen bedeutete.
Freitag morgen beim Frühstück war zu merken, dass es Birgit nicht wirklich gut ging. Sie hatte Fieber und der einsetzende Husten war nicht wirklich von Vorteil. Aber sie wollte nicht kampflos aufgeben. Andre begleitete sie zum Einschießen. Carola und Beate wollten etwas später nachkommen. Der nächste Schock kam, als dann Carola und Beate in der Halle ankamen und Birgit nach Fennek fragte. An Beates entsetztem Gesicht war zu erkennen, dass sie ihn vergessen hatte. Beate sauste sofort los um ihn zu holen, zum Glück war das Hotel nicht so weit weg, so dass sie kurz vor den Wertungspfeilen mit Fennek in der Halle ankam. Er wurde auf Birgits Bogentasche platziert und bekam später sogar den Betreuerausweis von Christoph Kreuziger umgehängt. Jetzt konnte eigentlich nichts mehr schiefgehen, oder doch? Andre und Beate hatten im Stillen doch ziemliche Bedenken. Birgit konnte man eindeutig ansehen, dass sie nicht fit war. Es blieb abzuwarten, in wie weit die Krankheit sie geschwächt hatte. Das Einschießen mußte Birgit aus Kraftmangel schon unterbrechen. Carola und Beate saßen bei jedem Schuß von Birgit völlig angespannt hinter ihr und sendeten sämtliche positive Energie zu Birgit. Claus, der zu Hause geblieben war, verfolgte auf bogenfax.de das Turnier und schickte mehrere SMS an Andre mit dem aktuellen Stand. In der Zwischenzeit war auch Familie Kahllund eingetroffen und verfolgten ebenfalls gespannt den Wettkampf. Wie uns Birgit später erzählte, war das ein sehr schönes Bild, die Tribüne hinter den Blankbogen Damen war ganz in der Hand von Schleswig-Holsteiner Betreuern. Der erste Durchgang verlief sehr gut. Birgit schoss 270 Ringe mit einem Vorsprung von 15 Ringen auf die Zweitplatzierte. Das sah ja schon nicht schlecht aus. Hoffentlich konnte sie das Pensum durchhalten. In der zweiten Runde hielten Andre, Carola und Beate noch einmal die Luft an. Birgit hatte „nur“ eine 23 geschossen. War jetzt der Zeitpunkt gekommen, wo Birgit keine Kraft mehr hatte? In der nächsten Passe bewies uns Birgit, was für eine immense Willenskraft sie hat. Alle drei Pfeile in der 10. Alle atmeten erleichtert auf.
Vor der letzten Passe war klar, dass Birgit gewonnen hatte. Wenn sie jetzt mehr als 17 Ringe schießt, war sie nicht nur Deutsche Meisterin, sondern erneut Rekordhalterin. Nach dem letzten Pfeil war es dann amtlich, Gold mit 537 Ringen, persönliche Bestleistung und deutscher Rekord! Birgit konnte sich nicht mehr zurückhalten und fiel Andre heulend in die Arme. Und auch bei Carola und Beate liefen die Tränen, als sie Birgit gratulierten. Nach der Siegerehrung musste Birgit erst einmal ins Hotel und sich ausruhen. Sie war völlig erschöpft, was war das für eine enorme Willensleistung!! Einfach Super ....
Später trafen wir uns wieder alle in der Halle. Es fanden ja noch weitere Wettkämpfe an diesem Tag statt, wo auch Schützen aus Schleswig- Holstein beteiligt waren. Abends trafen wir uns in einem Lokal zum Essen und klönen. Andre hatte vorsorglich einen Tisch bestellt und so hatten wir auch genügend Platz. Auch den nächsten Tag verbrachten wir in der Halle. Morgens sollte Florian Kahllund und Hendrik Hornung schießen. Besonders Florian galt unsere Aufmerksamkeit, da er ebenfalls für den Kreis Rendsburg-Eckernförde schießt. Florian landete am Ende auf dem 6. Platz und schoß mit 571 Ringen ebenfalls persönliche Bestleistung. Florian hatte dabei noch Pech,denn der vierte bis sechste Platz waren ringgleich. Gegen Nachmittag kamen auch Jochen und Reinhard an und wir verfolgten noch alle ein spannendes Finalschießen der Recurve Herren und Damen.
Jochen sollte am Sonntag schießen, für 8 Uhr war Bogenkontrolle und Einschießen angesetzt. Wir trafen uns alle zum Frühstücken. Jochen wirkte ganz cool und wollte in Ruhe zu Ende frühstücken, obwohl es schon kurz nach halb acht war und es auch noch ca. 15 Minuten zu Fuß zur Halle war. Die drei Mädels, Birgit, Carola und Beate wollten erst kurz vor neun in der Halle sein. Andre machte sich schon mit Reinhard und Jochen auf den Weg. Jochen wirkte immer noch gelassen und es schien so, als ob der „Fanclub“ auf der Tribüne nervöser war, als der Schütze selbst. Schon nach den ersten Passe meldete sich Claus per SMS bei Birgit. Auch diesen Wettkampf verfolgte er unter bogenfax.de. Ziemlich schnell war klar, dass Jochen an der Spitze mitschoss. Natürlich wurde auch hier fleißig mitgefiebert. Birgit und Reinhard sagten die Schießergebnisse per Fernglas an und Carola und Beate schickten wieder positive Energie. Jochen wirkte völlig konzentriert, aber als er zweimal hintereinander eine 30 geschossen hatte, konnte er sich ein leichtes Grinsen nicht verkneifen.
Am Ende des ersten Durchgangs lag Jochen auf dem zweiten Platz mit zwei Ringen Differenz zum Ersten. Der „Fanclub“ wurde immer nervöser, konnte Jochen die Leistung auch im zweiten Durchgang beibehalten? Schon nach den ersten Passen kristalisierte sich ein spannender Wettkampf der ersten vier Plätze heraus. Interessanterweise standen auch alle vier Schützen fast nebeneinander, sodass alle Ergebnisse leicht zu verfolgen war. Zwei Passen vor Schluß lagen bei den Betreuern die Nerven blank. Jochen lieferte sich einen spannenden Kampf um den zweiten Platz. Unglücklicherweise schoss er in der letzten Passe eine 8, so dass er den Wettkampf mit 571 Ringen beendete. Damit hatte er persönliche Bestleistung geschossen und die Bronzemedaille gewonnen. Alle waren erleichtert und Andre sichtlich stolz auf die Leistung von Jochen. Birgits Fazit von diesem Turnier: „Ich schieße lieber selbst, als dass ich mir so einen Krimi ansehe.“ Auch Jochen war hinterher erleichtert, dass es vorbei war. So ein Turnier ist doch ziemlich anstrengend, auch wenn man gesund ist. Für unsere Sparte war dieses Wochenende sehr erfolgreich. Zwei Teilnehmer sind angetreten und am Ende gab es eine Goldmedaille mit deutschem Rekord und eine Bronzemedaille und beide Ergebnisse waren persönliche Bestleistungen.
Wir sind mächtig stolz auf Birgit und Jochen.

   

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DM Fita im Freien am 22.08.2010 in Burg auf Fehmarn



Jochen Haats (vorne) mit "Fan-Club" nach seinem 25. Platz bei seiner 1.DM



DM Feldbogen am 31.07.-01.08.2010 in Magstadt (Baden-Würtemberg)




Bereits am 30. Juli brachen wir auf, um Birgit zur Deutschen Meisterschaft im Feldbogen zu begleiten. Sara, Beate und Andre bildeten den Fan-Club bei Birgits zweiter Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft im Sportjahr 2010. Es ging knapp 800 km nach Süden. Ziel war Magstadt, eine kleine Stadt bei Stuttgart in Baden-Württemberg.

Der Samstag begann sehr früh. Frühstück war schon um 06:00h, da Birgit schon um 07:00h am Veranstaltungsort sein musste. Nach Startnummervergabe und Bogenkontrolle konnte sie sich erstmal in Ruhe einschießen. Nach der offiziellen Eröffnung begaben sich die Schützen in das Gelände zu den Scheiben. Es waren 48 Scheiben im Gelände verteilt und je 4 Schützen starteten an der zugeteilten Scheibe. Birgit startete an der Scheibe 43. Am 1. Tag musste sie die so genannte Jagdrunde schießen. Diese besteht aus 24 Scheiben, bei denen Pflöcke im Boden stecken, die die Stelle markieren von der aus der Schütze auf das Ziel schießen muss. Die zusätzliche Schwierigkeit hierbei ist, dass die genaue Entfernung vom Schützen geschätzt werden muss. Birgits erste Scheibe lag soweit vom Einschießbereich entfernt, dass sie mit einem Auto dorthin gefahren wurde. Um kurz nach 10:00h ertönte ein Böllerschuss als Startsignal. Ein wirklich anspruchsvoller Parcour musste jetzt von den Schützen bewältigt werden. Es gab Schüsse von mehr als 40m, die sehr steil nach oben geschossen werden mussten und andere in unterschiedlichen Entfernungen nach unten. Dazu kam noch, dass die Schützen zur Trefferaufnahme immer zu den Scheiben hinaufklettern mussten und das mit allem Gepäck. Beim Feldbogenschießen muss der Schütze immer alles mitnehmen, was er zum Schießen benötigt, auch Essen und Trinken.
Von einem Wanderweg aus konnten die Zuschauer viele Scheiben einsehen. Ich habe das Schießen von hier aus beobachten können. Obwohl der Weg nicht ständig rauf und runter ging, war ich am Abend völlig fertig, wie musste es da erst für Birgit sein. Um 17:00h hatte sie ihre letzte Scheibe absolviert und wurde aus dem Parcour gefahren. Nach dem ersten Tag lag sie auf Platz 8. Sie war völlig fertig und konnte sich nur schwer vorstellen noch so einen Tag durch zu stehen.
Am Sonntag beim Frühstück war sie aber schon etwas erholter und wieder frohen Mutes. Sie musste heute die Feldrunde schießen, d.h. an den jeweiligen Scheiben stehen die Entfernungen und das Gelände, in dem die Scheiben standen war auch etwas einfacher. Dadurch war zwar das Schießen nicht einfacher, aber das Gehen von einer Scheibe zur anderen war nicht ganz so anstrengend. Leider nahmen die Temperaturen zu und es wurde zunehmend schwül. Nach etwa der Hälfte der zu schießenden Scheiben konnte man Birgit die Erschöpfung deutlich ansehen. Es fiel ihr immer schwerer, konzentriert zu schießen. Hinzu kam, dass es anfangs nicht so toll lief und sie sich bei einem Schuss nach unten auch noch schmerzhaft angeschossen hatte. Sie sammelte aber noch mal alle Kräfte zusammen und beendete die Runde um 16:00h. Völlig erschöpft und voller neuer Eindrücke und Erkenntnisse beendete sie das Turnier mit 515 Ringen und Platz 8.
    

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Deutsche Meisterschaft Bogen Halle 2010


Donnerstag Morgen 05:15h, der Wecker klingelte bei Birgit. Heute sollte es losgehen. Nachdem sie das 5. Mal den Bogenrucksack kontrolliert hatte, ob auch wirklich alles drin ist, konnte es losgehen. Birgit war für 07:00h mit Andre und Beate zum Frühstücken in Stampe verabredet. Den Termin einzuhalten gestaltete sich aber schwieriger als erwartet, denn das Garagentor war zugefroren und die Straßen sehr glatt; das fing ja gut an! Ca. 08:15h fuhren wir dann los. Kaum auf der Autobahn, wir wollten gerade durchstarten, Stau! Wir waren uns einig, so durfte das Wochenende nicht weitergehen. Nach ca. 30 Minuten Schritttempo erreichten wir aber doch die A7 und nun Vollgas und einiges aufholen. Wir kamen auch ohne weitere Probleme durch und machten unsere erste Pause kurz hinter Kassel. Als wir von der Autobahn abfuhren, konnten wir den Thüringer Wald mit seinen Schlössern und Burgen genießen. 16:15h kamen wir endlich in Bad Blankenburg an. Wir holten schnell unsere Startnummern und dann konnten wir in aller Ruhe unsere Hotelzimmer beziehen. Etwas später kam auch Claus an, der auf anderen Wegen nach Thüringen anreiste. Jetzt war unsere Truppe komplett. Als wir abends im Hotelrestaurant noch gemütlich zusammensaßen, gesellten sich noch Thomas Hartmann (Landesbogenrefernt), Klaus Dannhöfer (Landestrainer) mit Frau, Astrid Haß und Marc Leuschner dazu. Noch waren alle relativ entspannt und es wurde viel gelacht.
Freitag morgen waren wir um 07:00h im Frühstücksraum. Die Nervösität war Birgit deutlich anzusehen. Sie hatte die halbe Nacht nicht geschlafen und das Essen wollte ihr auch nicht so richtig schmecken. Andre wirkte nach außen hin einigermaßen gelassen, ob das auch wirklich so war, wollte er nicht verraten. Nur Beate hatte die Ruhe weg und holte sich noch ein Brötchen und einen Obstsalat, es schmeckte ihr. Um kurz nach 08:00h fuhr Claus uns mit den Bogenrucksäcken bis vor den Eingang der Halle. Hier trennten sich die Wege vom Betreuerteam und den Schützen. In die Halle selbst durften nur die Schützen, denn es war dort recht eng. Nur Fennek durfte als "Betreuer" mit in die Halle und saß während des Wettkampfs auf Birgits Rucksack. Claus und Beate positionierten sich so günstig wie möglich auf den Zuschauertribünen um alles verfolgen zu können. Ausgerüstet mit Fernglas, Fotoapparat und Videokamera wollten sie das Tunier miterleben. Die Nervosität bei Birgit und Andre stieg ständig. Andre hatte Probleme die Startnummer auf Birgits Rücken zu befestigen. Es ist nicht so einfach mit zitternden Händen eine Sicherheitsnadel auf zu machen. Für Birgit wurde so auch der Bogenaufbau zu einer nicht so einfachen Aufgabe. Noch schnell die Bogenkontrolle hinter sich gebracht und die Einschießpassen konnten starten. Bei beiden flog der erste Pfeil in die 10; ein gelungener Start. Jetzt stieg die Anspannung und Nervosität auch beim Betreuerteam stätig an. Es wurde erst einmal alles fotografiert und auch schon ein kleiner Film gedreht. Nach der offiziellen Begrüßung ging es endlich los. Birgit startete mit einer 10,9,8 und Andre mit 10,10,8. Das sah doch sehr gut aus. Claus packte das Wettkampffieber. Für ihn war es das erstes Turnier, was er miterlebte. Er zückte Block und Stift um alles mitzuschreiben. Jetzt konnte sich auch Beate nicht mehr zurückhalten und bewaffnete sich mit dem Fernglas um alles möglichst gut zu erkennen. Jeder Schuß wurde sofort angesagt und Claus rechnete direkt auf das Endergebnis hoch. Als Andre in der 7. Passe eine 17 schoß und auch in der 8. nur eine 21 lagen die Nerven bei Beate und Claus blank. Beate versuchte Blickkontakt zu Andre aufzubauen um ihn zu beruhigen, was auch funktionierte. Danach lief es besser. Birgit war zu diesem Zeitpunkt deutlich entspannter, alles lief gut. Nach dem 1. Durchgang lag Birgit auf Platz 1 und Andre auf Platz 14. Kurz vor der Pause wurde das Betreuerteam von Thomas Hartmann und Klaus Dannhöfer aufgefordert, nichts zu den beiden zu sagen. Leider hatte Birgit durch Zufall einen Blick auf den Monitor geworfen, auf dem die Ergebnisse angezeigt wurden. Somit wußte sie das sie führte, sagte aber auch nichts. Nach 40 Minuten Pause ging es weiter. Bei Birgit lief alles wie geschmiert, nur Andre hatte zwischendurch einen Durchhänger. Claus rechnete hektisch und Beate überlegte, wie sie helfen konnte, aber das ist nicht so einfach. Wenn Birgit zu den Zweien raufschaute, steckten Sie endweder die Köpfe zusammen oder Beate signalisierte "Bleib ruhig, alles läuft gut". Der Hallensprecher gab durch, das der aktuelle deutsche Rekord einer Deutschen Meisterschaft bei den Blankbogen Damen bei 520 Ringen liegt. Claus fing sofort hektisch an zu rechnen und wurde immer lauter. Beate hatte Angst, dass Birgit das hören konnte und bremste Claus. Am Ende der vorletzten Passe hatte Birgit 498 Ringe geschossen. Claus kommentierte: "Den Rekord hat sie, eine 23 schießt sie immer". Noch mal tief durchgeatmet. In der letzten Passe schoß sie eine 29, geschafft. Claus stürmte sofort an die Brüstung um Birgit zuzurufen, das sie Erste ist. Birgit schaute ungläubig und fragte mehrmals nach. Beate liefen die Tränen vor Freude und auch Birgit fing an zu weinen, als ihre Konkurrentinnen ihr gratulierten. Andre hatte davon noch nichts mitbekommen und als Birgit ihm weinend in die Arme fiel, wußte er noch nicht so recht, was los war. In der Zwischenzeit hatten sich Beate und Claus nach unten in die Halle durchgekämpft und mußten erst mal allen gratulieren und Birgit wurde ordendlich geknuddelt. Auch Klaus Dannhöfer und Thomas Hartmann kamen um zu gratulieren und man merkte ihnen die Freude doch deutlich an. Schon wieder eine Deutsche Meisterin aus Schleswig Holstein.
Bei den Blankbogen Damen gewann Birgit mit 527 Ringen, Astrid Haß (SV Rethwisch) wurde Fünfte mit 496 Ringen und Christine Angele (Uetersener Sportgemeinschaft) wurde Zehnte mit 446 Ringen. Bei den Blankbogen Herren wurde Matthias Penzlin (SchV Hamwarde) Vierter mit 531 Ringen und Andre Bock wurde 18ter mit 483 Ringen. Bei den Recurve Junioren B wurde Florian Kahllund mit 550 Ringen Achter und seine Schwester Michaela Kahllund, beide vom SSC Fockbek, bei den Recurve Schülerinnen A Fünfte mit 538 Ringen.




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